Es ist jetzt schon ne ganze Weile her, das ich hier was geschrieben habe, was aber defenitiv nicht heißt, daß hier nichts los wäre. Es ist vielmehr so, das man von einem Programmpunkt zu andrem springt, und sich trotzdem wünscht der Tag hätte nicht nur 24 sondern mindestens 32 Stunden, um alles zu machen was man will. Ich werd in diesem Eintrag mal eher Stichpunktartig versuchen rüberzubringen wie sich das Leben hier so gestaltet.
Wir schon geschrieben liefen hier bis Freitag die Orientation Weeks, mit jeder Menge Party und Spaß für alle. Es ist echt krass zu sehen, wie sich alle Organisationen, Uni, Departments, Stadt, Pubs, Supermärkte, Geschäfte, was auch immer ins Zeug legen um die Erstsemester zu beeindrucken. Wir die Internationals profitieren davon natürlich auch - Sonderangebot, Special-Offers, Freie Konzerte, Sales-Weeks, Rugby-Spiel der Super-12-Series for free, Einführungsveranstatungen am laufenden Meter und und und. Die Erstis nutzen das auch ganz ordentlich und torklen wirklich jede Nacht betrunken durch die Stadt. Aber auch dafür ist gesorgt (siehe Flyer).
Die Leute mit denen ich momentan viel rumhänge (Amis, Deutsche, Schweden und ein paar Kiwis) und ich waren letzte Woche auf einem sehr coolen Tagestrip mit dem International Office auf die Otago Peninsula (das ist eine Halbinsel ne knappe Stunde von der Stadt weg). Das war so unbeschrieblich schön, da kann ich nur auf die Bilder verweisen. Anschließend gabs ein von der Uni gesponsortes Barbecue für 400 Leute.
Am Tag drauf waren wir dann beim Super-12-Rugby [die höchste Liga (4 NZ-Teams, 4 Ausi-Teams, 4 South African-Teams)]. Die Otago Highlanders haben zwar gegen die Auckland Blues mit 30 zu 11 verloren, aber die Stimmung war der Wahnsinn - die sind hier so verrückt nach diesem Sport. Die Regeln hab ich zwar höchstens halb gerafft, trotz Erklärung von Dan (dem Californier aus Ramonas WG) , der selber Rugby spielt, aber es hat einfach Spaß gemacht in dem Stadion zu sein. Dudelsäcke, Schlachtenbummler, Bier, und jede Menge Kiwis die einem versuchen zu erklären was da gerade passiert - keine Chance das zu kapieren, um den Kiwi-Slang zu verstehen muß man ja schon so gut geübt sein aber wenn sie dann noch über Rugby mit ein paar Bier intus reden...)
Ansonsten hab ich schon etliche Ausflüge in und um die Stadt unternommen(ich hab schon soviele NZ-Kilometer in den Beinen - Wahnsinn), versucht Dinge für die Wohnung und die Uni zu organisieren, aber das ist ne andere Story. Nebenbei übe ich mich darin zuerst nach rechts zu schauen wenn man über die Straße geht, den Kiwi-Slang zu verstehen und außerdem auch ein paar der typischen Wörter in die Unterhaltungen einzuwerfen ("sweet", "cool", "excellent", "sweetas", "no worries"). Was noch... achja ich hab endlich mein Visum (bis 19.September - einen Monat länger als beantragt... Juhu).
Dann gibt es da ja natürlich auch noch die Clubs and Societies (ich bin nur im Tramping-Club, nachdem ich mich doch kurfristig gegen den Sozialistischen Studentenbund Neuseelands und den Schamanenzirkel entschieden hab [es gibt hier ALLES]) und die diversen Sportangebote der Uni die es einem erschweren zu "arbeiten".
Kommen wir jetzt noch kurz zum wichtigstens (?) Vorteil von Dunedin: die Leute sind total offen und immer bereit neue Leute kennenzulernen. Das führt zwangsweise dazu das man eigentlich jeden Abend auf einer Flatparty landet, wo man eigentlich niemanden kennt, aber zufällig am Zaun vorbeigelaufen ist. Die Flats sind alle sehr nette kleine etwas runtergekommene Häuschen die von 4 bis zu 12 Studenten behaust werden.
Soviel erstmal zum Leben in Dunedin (eine eher unvollständige Darstellung)